Aktuelles

Ökumenischer Gottesdienst und Diskussionsrunde im Pfarrheim

Veranstaltung zum 200jährigen Bestehen der St. Johannes Pfarrgemeinde Serkenrode

14.05.13, Text&Fotos: Friedhelm Tomba

Serkenrode. Liesel Bremerich, die als engagierte evangelische Christin nicht nur in evangelischen Kirchen als Organisten Gottesdienste musikalisch gestaltet, brachte es auf den Punkt. „Wir erleben heute Abend eine historische Stunde.“ In der Tat, denn – sieht man von ökumenischen Zusammenkünften der Frauengemeinschaften sowie Treffen von hauptamtlichen Kirchenmitarbeitern einmal ab – einen ökumenischen Gottesdienst mit anschließender Diskussionsrunde hat es in der 200jährigen Geschichte der Pfarrgemeinde Serkenrode noch nicht gegeben.

Das Konzept der Organisatoren unter der Regie des Pfarrgemeinderates, ging auf. Ein gut besuchtes Gotteshaus und ein randvoll besetztes Pfarrheim zeugten vom Interesse der Konfessionen. Vikar Mariusz Marziarka und Pastorin Rosemarie Warns (Finnentrop) stimmten die Gläubigen mit einem Wortgottesdienst auf das Zusammenspiel von katholischen und evangelischen Christen ein. Rita Cremer und Petra Cremer unterstützten die Hauptprotagonisten mit nachdenklichen Textpassagen. Die Predigt hielt der Gast aus Finnentrop.

Nach dem Gottesdienst fand in der Freizeit-und Bildungsstätte ein unterhaltsamer und sehr informativer Gedankenaustausch statt. Pastorin Warns stand dabei im Mittelpunkt. Mit Geduld und großer Sachkenntnis ausgestattet beantwortete die Vertreterin der evangelischen Christen die vielen Fragen. Die Fragen kamen nicht „nur“ aus dem Lager der Katholiken; auch zahlreiche evangelische Dorfbewohner hatten den Weg zum konfessionsübergreifenden Stelldichein gefunden.

Gerhard Hüttemann eröffnete die Diskussionsrunde. Pastorin Warns zeigte sich „weltoffen“, blieb aber ihrem – evangelischem - Lehrauftrag treu. „Es gibt schon entscheidende Unterschiede. Jeder hat seine Art den Glauben zu leben. Petrus und Paulus waren sich auch nicht immer einig.“ Auf Gerhard Hüttemanns Frage, wie es sich in der evangelischen Kirche mit den Sakramenten verhält, gab es folgende Antwort. „In der katholischen Kirche gibt es sieben Sakramente, wir haben zwei Sakramente; Taufe und Abendmahl. In der evangelischen Kirche gelten nur die Sakramente, die Jesus selber eingesetzt hat.“ Hermann Korte hakte nach. „Sind die katholischen Sakramente denn falsch definiert?“ Warns Kernantwort: „Nein, die sind durchaus auch berechtigt, wenn man das Ganze anders sieht.“ Gemeindereferentin Steffi Wolf Seara ergänzte: „In der katholischen Kirche sind die Sakramente durch das ganze Leben verteilt, es sind immer wieder Stationen die uns Gott näher bringen.“

Elisabeth Jostes ging auf die Unterschiede zwischen evangelischen Abendmahl und katholischer Kommunion ein. „Sie sagen wie wir, das ist mein Leib und mein Blut. Glauben Sie dabei auch an die Wandlung von Brot und Wein oder ist es nur eine Handlung?“ Pastorin Warns erläuterte: „Das ist schon ein Unterschied. Die Abendmahlsworte haben wir gemeinsam. Bei uns ist der Gedanke, dass Jesus durch Brot und Wein zu uns kommt. Wenn ich jemanden Hostie oder Wein reiche, wird es zu Leib und Blut Christi. Es ist aber nicht Wandlung der Materie. In der katholischen Kirche wird die Hostie gewandelt, so dass sie folgerichtig auch im Tabernakel aufbewahrt wird. Wenn ich Materie wandele, muss ich auch ehrfürchtig damit umgehen, das macht die katholische Kirche ja auch. In der evangelischen ist die Wandlung nicht da, aber im Vollzug geschieht das auch. Wenn ich in der evangelischen Kirche Hostie und Wein empfange, empfange ich Leib und Blut Christi.“

Elisabeth Jostes fasste zusammen, was viele dachten. „Dann ist doch der Unterschied für den normalen Gläubigen kaum fassbar. Warum tut man sich dann beim gemeinsamen Abendmahl so schwer?“ Bevor es eine Antwort gab, warf Magdalene Schmidt einen wichtigen Faktor mit in die Diskussion. „Hängt das nicht auch damit zusammen, dass katholische Priester geweiht sind?“ Warns: „Ja, das ist schon ein wesentlicher Punkt. Da wir als evangelische Pastöre oder Pastorin nicht in der Kette der Geweihten mit drin sind, können wir diese Handlung so auch nicht ausüben. Das kirchliche Amtsverständnis ist schon ein entscheidender Grund. Man muss diese Unterschiede erst einmal so akzeptieren.“

Elmar Schröder ging tiefer auf die Abendmahlsdiskussion ein. „Aus der Sicht der Gläubigen möchte ich sagen, das, wenn ich die Hostie bekomme, mir egal ist, ob ich sie von einem evangelischen oder katholischen Pastor bekomme. Es geht doch darum, was bei mir ankommt. Warum klammert man bei einem ökumenischen Gottesdienst das Wichtigste, die eigentliche Symbolik unseres Glaubens - die Kommunionausteilung - aus? Das ist schwierig nachzuvollziehen.“ In diesen Moment wurden die beiden Kirchenvertreter „etwas in die Enge getrieben“, was sich auch in den Antworten bemerkbar machte.

Rosemarie Warns Statement: „Die theologischen Fragen sollte man nicht einfach weglassen.“
Vikar Mariusz: „Wir sollten nicht nur die Unterschiede aufzählen, sondern das, was wir gemeinsam haben. Was uns unterscheidet, respektieren wir gegenseitig.“
Beate Reuter wollte wissen, ob die evangelische Kirche Probleme damit hat, katholischen Christen das Abendmahl zu geben. „Überhaupt nicht, Beate“, kam es spontan aus dem Mund von Liesel Bremerich.

Pastorin Warns: „Wir laden auch katholische Christen zum Abendmahl ein, nur muss das jeder mit seinen Gewissen vereinbaren. Natürlich gibt es Regeln, die müssen beide Religionen respektieren. Es gibt aber auch Ausnahmen. Ich denke da an Krankenhäuser, wo auch schon katholische Pfarrer den evangelischen Kranken die Kommunion gereicht haben. Man muss das ja nicht immer an die große Glocke hängen.“

Als Elisabeth Jostes „Ich finde im Abendmahl und in der Kommunion eine große Einstimmung“  in die Runde warf, stellte Pastorin Warns klar, das „das gerade der Knackpunkt ist.“
Elisabeth Jostes: „Es geht hier doch um Feinheiten, es grenzt doch schon an Haarspalterei. Jesus kommt in Gestalt von Brot und Wein zu mir.“ Pastorin Warns: „So wie Sie es sagen, ist es sicher richtig. Es sind aber Unterscheide da und wir können uns nicht über die Lehre der Kirche hinweg setzen.“

Gerda Ritzrow erzählte ein praktisches Beispiel. „Wir sind evangelisch, gehen aber manchmal hier in die katholische Kirche. Man hat uns gesagt, dass wir besser nicht danach fragen sollen, auch einmal die Kommunion zu empfangen.“ Elisabeth Jostes: „Ich finde es eine Anmaßung, dass man entscheidet, du darfst keine Kommunion empfangen. Wer ist würdig und wer nicht?“

Es gab noch viele weitere Fragen zu dem Thema Abendmahl/Kommunion, die aber immer wieder damit „endeten“ das die Kirchenvertreter auf ihre Position/Lehraufträge hinwiesen. Unterschiede gab es auch beim Thema „Mutter Gottes“. Pastorin Warns: „Maria hat auch in der evangelischen Kirche einen hohen Stellenwert. Es gibt aber für uns außer Gott keine anderen Fürsprecher.“

Das die Kirchen aber trotzdem „ein wenig“ auf einander zugehen, verdeutlichte Elisabeth Jostes in einem Bespiel, das die Lachmuskeln strapazierte. „Es hat sich tatsächlich schon einiges getan. Ich erinnere mich an früher. Da hatte ich eine Freundin, die war evangelisch und der Vater war in der SPD. Das kam zu der Zeit für viele dem Weltuntergang nahe.“
Pastorin Warns: „In den Kirchen dauert alles ein bisschen länger, wir müssen Geduld haben und über den Kirchturm hinaus schauen.“

Gerhard Hüttemanns salopper, aber treffender Wortbeitrag zum Schluss der stets harmonisch verlaufenen „historischen“ Aussprache: „Wenn ich es recht sehe, muss das Herrchen zum Hund und nicht der Hund zum Herrchen kommen.“

Fazit des Abends: Es geht auch gemeinsam. Der Ökumenische Gottesdienst, der mit gemeinsamen Liedern und Gebeten, echte Einheit im Glauben demonstrierte, war ein richtiger Wegweiser auf dem Weg des Glaubens. Wo hört meine „Freiheit“ auf? Da, wo die des anderen beginnt … !

Mit Fingerspitzengefühl, Respekt – aber auch der Bereitschaft zum Entgegenkommen – können die beiden großen Kirchen durchaus etwas gemeinsames auf die Beine stellen. Die Voraussetzungen sind ideal, denn „wir“ haben den gleichen Chef … !

 

Bläsercorps des Hegerings Serkenrode

freut sich über viele Gratulanten zum 60-jährigen Bestehen

09.05.2013 | 00:18 Uhr www.derwesten.de

Serkenrode. Fauna und Flora des Sauerlands befanden sich für einen Abend mitten in der Schützenhalle in Serkenrode. Das Bläsercorps des Hegering Serkenrode feierte sein 60-jähriges Bestehen und hatte eine Fülle von stimm- und klanggewaltigen gewaltige Gäste eingeladen.
Acht Bläsercorps, zwei Gesangvereine, Tambourcorps und Alphornbläser sorgten für einen langen Musikreigen.

Schirmherr der Jubiläumsveranstaltung war Landrat Frank Beckehoff. Er erinnerte in seiner Laudation an die ursprüngliche Aufgabe der musikalischen Jagbegleiter. „Auch heute, im Zeichen der Handys, sorgen die Jagdhornbläser weiterhin für die Sicherheit bei den Abläufen einer Jagd.“

Jagdliches Brauchtum leben

Urban Jostes gratulierte als Vorstandsmitglied des Hegerings und betonte die Nähe und Verbundenheit zu den „hauseigenen“ Musikern. „Das Bläsercorps begleitet uns in Freud und Leid. Bei Treib – und Drückjagenden geben sie uns Jägern musikalische Befehle. Das jagdliche Brauchtum wird durch die Bläser vor Ort gelebt. Wir Jäger möchten unserer musikalischen Abteilung herzlich gratulieren und uns für alle Aktivitäten bedanken.“

Hunold Graf von Plettenberg aus Lenhausen konnte als Gründungsmitglied und Vorsitzender des Bläsercorps des Hegerings Serkenrode so manches Gastgeschenk entgegen nehmen.

 
 

200 Jahre Pfarrgemeinde Serkenrode

Zu diesem besonderen "Geburtstag" gibt es ab sofort eine eigene Internetseite mit Fotos und Infos der letzten 200 Jahre.

Insbesondere durch die Chronik wird nicht nur die kirchliche Geschichte der Pfarrgemeinde erzählt, sondern auch ein Einblick in das Leben der Menschen unseres Ortes im Lauf der Zeit ermöglicht.

Vielen werden die Texte und Fotos bereits durch die 1991 herausgegebene Dorfchronik bekannt sein, aber einigen Interessierten vielleicht auch noch nicht.

Die Internetseite befindet sich noch im Ausbau und wird über das Jahr immer weiter durch Aktuelles aber auch mit Informationen der Vergangenheit ergänzt.

Sollte noch jemand über Fotos von der Kirche oder Ähnliches - speziell aus den Jahren vor 1900 - besitzen, wäre es schön, wenn diese zur Erweiterung der Seite zur Verfügung gestellt würden.

Viel Spass beim Stöbern unter

www.200pg.serkenrode.de

 
 

Alles Digital!

Modern präsentiert sich unser Ort im Frühling 2013.
Zuerst mal nur an den Ortseingängen - in Kürze aber auch an weiteren, interessanten Stellen.

Es geht um den QR-Code.
Diese, für Nicht-Wissende merkwürdig anmutende quadratische Grafik aus schwarzem Gewimmel auf weißem Grund begegnet uns im alltäglichen Leben immer häufiger. "QR" ist die englische Abkürzung für "Quick Response" und heisst übersetzt "schnelle Antwort".

Erfunden hat das Ganze eine japanische Firma, die damit ursprünglich Baugruppen und Komponenten für die Logistik in der Automobilindustrie (Toyota-Konzern) gekennzeichnet hat.

Und es funktioniert so:
Im Zeitalter der Smartphones kann man mit eben diesem Gerät den QR-Code scannen (dazu benötigt das Smartphone jedoch die entsprechende App) und lässt sich dann per Webbrowser im Smartphone zu einer Datei (Text, Bild, Website) im WorldWideWeb führen.

In Serkenrode führt das Smartphone - bei bestehender Internetverbindung - auf eine Website. Mehr wird jetzt erstmal noch nicht verraten. Allerdings werden es in Zukunft verschiedene QR-Codes verteilt im Ort sein, die  dann auch zu unterschiedlichen Inhalten führen...

Neugierig bleiben und Ausprobieren!

Federführend bei dieser Aktion ist im übrigen die Arbeitsgemeinschaft "Serkenrode hat Zukunft"


 

200 Jahre Pfarrvikarie Serkenrode

Text: Gerhard Hüttemann
Fotos: Hildegunde Loth

Erfolgreicher Start ins Jubiläumsjahr! 

Unsere Pfarrgemeinde feiert in diesem Jahr 200jähriges Bestehen. Am Sonntag, 17. März feierten wir einen beeindruckenden Eröffnungsgottesdienst unter maßgeblicher Gestaltung der Kinder- und Jugendgruppen. Den musikalischen Part übernahm unter der Leitung von Hendrik Schörmann eine gemischte Gruppe von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus unserer Gemeinde.

Das Organisationskomitee für dieses Jubiläumsjahr (bestehend aus den kirchlichen Gruppen und Vereinen unter Federführung des Pfarrgemeinderates) hat ein breit gefächertes Programm ausgearbeitet. So erwarten wir im Laufe des Jahres u.a. den Besuch der evangelischen Pastorin aus Finnentrop und die Visite eines Benediktiner–Paters aus der Abtei Königsmünster in Meschede.

Wir möchten damit den ökomenischen Dialog und auch Fragen nach den Hintergründen unseres Glaubens nachgehen. Angebote für Kinder und Jugendliche, spirituelle Veranstaltungen, Diskussionsabende und auch meditative Elemente und besondere Gottesdienste sind weitere Elemente. Einen Höhepunkt in diesem Jahr wird sicherlich das von allen Vereinen mitgetragene und mitgefeierte Erntedankfest im Herbst sein.

Auf alle Angebote unseres Jubiläumsjahres wird in den Pfarrnachrichten und anderen lokalen Medien rechtzeitig hingewiesen.

 

 
 

Guerilla-Sträckler in Serkenrode

Eine Truppe von Guerilla Strickern sorgt in Serkenrode für Abwechslung und Farbe in der Tristesse des lichtarmen Winters 2012/2013. Ein Baum vor dem Kindergarten/Alte Schule wurde wunderschön herausgeputzt.

Guerilla Stricken ist ursprünglich eine Erfindung von texanischen Frauen, die Anfang 2005 begannen, anstatt der üblichen Socken und Handschuhe die Türklinken ihrer Heimatstadt Houston zu "bestricken". (Urban Knitting). 2010 schwappte die Welle, öffentliche Gegenstände zuzustricken, nach Deutschland über und erste Streetart Verschönerungen bestrickender Art wurden in Frankfurt gesichtet. Inzwischen gibt es aus ganz Deutschland Berichte in Tageszeitungen und natürlich im Internet über die kreativen Künstler.

Und nun also auch buntes Strick-&Häkel-Graffiti in Serkenrode. Danke an die Jugendlichen für die Aufhübschung unseres Ortes. Gesicherten geheimen Quellen nach, arbeiten die ‚Sträckler‘ (Worteigenschöpfung aus den beiden Worten Stricken und Häkeln) bereits an weiteren Projekten im Ort.


 


Original Artikel unter www.derwesten.de
 

Freund der Feuerwehr aus Rotterdam ist immer mit dabei

Text&Foto: Friedhelm Tomba

Serkenrode/Rotterdamm. Das Mekka der Feuerwehr befindet sich im Hafengebiet von Rotterdam. Im „International Safety Center“ können Brandbekämpfungen aller Art auf 46.000 Quadratmeter  realitätsnah inszeniert werden. Über 20.000 Feuerwehrmänner aus der ganzen Welt „pilgern“ jährlich dort hin.

Jost van Dort kommt von dort – liebt aber die Nähe zu Feuerwehren im Sauerland. Der 62jährige Niederländer kam vor 29 Jahren erstmals ins Land der 1000 Berge und nimmt seit dem wie ganz selbstverständlich am Dorfleben seiner Ferienorts teil. „Es ist ein kleines Dorf mit unheimlich viel Einsatzbereitschaft.“ Jos van Dort spricht von seiner Wahlheimat Serkenrode, die er so oft es geht mit seinem Rotterdamer Wohnsitz tauscht. Als ihm nun die Einladung zur Jahresdienstbesprechung der örtlichen Feuerwehr ins Haus flatterte, setzte sich der sympathische Holländer ins Auto und fuhr „mal eben“ zur Versammlung nach Serkenrode. Während die „echten“ Feuerwehrmänner über Leistungsnachweise, Atemschutzgeräte und Baumaßnahmen am Gerätehaus diskutierten, genoss das passive Mitglied still und genüsslich das frisch gezapfte Bier.

„Bei uns in Holland gibt es nur Computerbier. Hier schmeckt das einfach frisch und lecker.“ Vor drei Jahren trat Jos von Dort in die Löschgruppe Feuerwehr ein; einen Löschschlauch hat er noch nie in den Händen gehalten. „Will ich auch nicht, das überlasse ich lieber den Männern aus Serkenrode. Hier kennt man sich gegenseitig und setzt sich für den anderen ein. In Rotterdam ist alles anonym. “ Hauptbrandmeister Uwe Menzebach, der die Mitglieder der Löschgruppe durch öffentliche Aushänge und Berichte in der Zeitung zur Jahresdienstbesprechung einlädt, lud den Gast aus NL schriftlich zum Tagungsort „Landgasthof Schmitt-Degenhardt“ ein. „In holländischen Zeitungen wird ja nun wirklich nicht über uns berichtet, deshalb wird Josef persönlich eingeladen. Er ist ein Freund der Feuerwehr und uns immer recht herzlich willkommen.“ Der Rentner aus der zweitgrößten niederländischen Stadt fühlt sich in dem 800 Einwohner zählenden Ort mehr als wohl. Neben „passiver Feuerwehrmann“ ist er auch Mitglied in der Serkenroder St. Johannes Schützenbruderschaft.

So oft es geht führt ihn sein Weg zu seinen Serkenroder Freunden. Bei der grenzüberschreitenden Fahrt ist jedoch auch immer ein Hauch von Wehmut mit dabei: Seine Frau Esther, die ebenfalls viele Jahre das dörfliche Zusammenleben der Ortschaft „mitinhalierte“ verstarb vor drei Jahren an Krebs.

Jost van Dort auf der Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr: Der „Freund der Feuerwehr“ reiste eigens aus Rotterdam an und genoss das „Computerfreie“ Bier

 

Treuer Dienst: 60 Jahre in der Feuerwehr

Text und Foto: Friedhelm Tomba

Serkenrode | 23.02.12. Der kleinen Mitgliederzahl steht ein großes Arbeitspensum  gegenüber: Die 23 aktiven Feuerwehrkameraden der Löschgruppe Serkenrode brachten es 2012 auf einen Arbeitsnachweis von 1041 Gesamtstunden. 71 Termine nahmen die Männer wahr. „165 Stunden entfielen dabei auf Einsätze, wir sind alle gesund nach Hause gekommen. Ich wünsche mir, das in diesem Jahr alles ruhig bleibt.“ Löschgruppenführer Uwe Menzebach erinnerte in seinem Rückblick an einen ganz besonderen Tag: „Am 9. Juni mussten wir gleich zweimal raus.“

Bei der Jahresdienstbesprechung der Blauröcke stand nicht nur die Einsatzbereitschaft der aktiven Kräfte im Blickpunkt. Mit Reinhold Hanses, Hubert Schmitt-Degenhardt und Josef König konnten gleich drei Kameraden aus der Altersabteilung für ihre 60jährige Treue zum Slogan „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“ geehrt werden. Eine weitere Urkunde erhielt Marc Beuchel; er wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Die Ehrungen wurden von Werner Geueke durchgeführt, der als stellvertretender Leiter der Feuerwehren der Gemeinde Finnentrop für den erkrankten Gemeindebrandinspektor Achim Stracke in die Bresche sprang.

Hauptbrandmeister Uwe Menzebach konnte mit Vikar Mariusz und Gemeinderatsmitglied Werner Hüttemann auch zwei „Freunde der Feuerwehr“ begrüßen. Nach einem umfangreichen Rückblick schauten die Mannen am Tagungsort Landgasthof  Schmitt-Degenhardt nach vorne. Neben der Teilnahme am Leistungsnachweis am 25. Mai in Welschen Ennest ging es beim Blick in die Zukunft vor allem um anstehende Arbeitsmaßnahmen am und im Feuerwehrgerätehaus. Doch Spinde und Arbeitsmaterialen waren nach Abschluss der Besprechung (ausnahmsweise) kein Thema: Ein schmackhaftes Abendessen rundete die Zusammenkunft harmonisch ab.

Werner Geueke, Hartmut Neumann Marc Beuchel und Uwe Menzebach freuen sich mit ihren „alten Kameraden“ Josef König und Hubert Schmitt-Degenhardt über 60 Jahre Dienst am Nächsten

 

 

Kleine Narren liessen sich von wechselhaften Winterwetter auf Altweiber nicht aufhalten



Schnee, Graupelschauer und Sonne wechselten sich am Altweiber-Donnerstag ab und machten es insbesondere den kleinen närrischen Serkenrodern nicht leicht, sich mit dem traditionellen Lüttge, lüttge Fastnacht die ein oder andere Süssigkeit zu ersingen.



Beim Kinderkarneval am Großsonntag in der Schützenhalle wird das Wetter allen Närrinnen und Narren die gute Laune allerdings nicht vermiesen. Erneut haben sich die Kinder der Gruppenstunden mit ihren Gruppenleitern besondere Sachen einfallen lassen, die den Stimmungspegel in enorme Höhen steigen lassen dürfte.

Allen Kindern und ihren Eltern viel Spaß dabei!
 

Danke, Elisabeth: 30 Jahre an der Spitze der Frauengemeinschaft

Text & Foto: Friedhelm Tomba
 
Serkenrode. Am Mittwoch, 6. Februar, findet nach der Abendmesse zum Patronatsfest „Maria Lichtmess“ die Generalversammlung der Frauengemeinschaft (kfd) statt. In der Freizeit- und Bildungsstätte wird es zu Neuwahlen kommen. Petra Cremer, Angelika Silberg, Michaela König und Beate Reuter haben sich bereit erklärt, im Vorstandsteam mitzuarbeiten. Aus eigenem Wunsch werden Renate Kathol, Marie-Luise Schröder, Christa Geueke und Elisabeth Daehnel aus der Führungsetage der engagierten Frauengemeinschaft ausscheiden.

„Die Frauengemeinschaft ist ein Netz, das uns trägt“ – so beschreibt das Team ihre Arbeit auf der Internetpräsens. Ein Netz besteht aus vielen Verknotungen – dennoch steht ein Faden am Anfang der Verbindungen. Dieser Faden lag seit mehr als 30 Jahren in den Händen von Elisabeth Daehnel. Die 67jährige Frau prägte in den zurückliegenden drei Jahrzehnten maßgeblich das Bild der Serkenroder Frauengemeinschaft. Dass sie das kfd-Schiff als Vorsitzende durch die manchmal recht stürmischen Wogen der Zeit navigierte, lag – wie sollte es auch anders sein – an ihrem freundlichen Wesen.

„Wir müssen uns jetzt aber für das Vertrauen der Versammlung bedanken.“ Diesen Satz sprach sie vor 30 Jahren in die frisch gewählte Frauenrunde hinein, die in der Bücherei des Pfarrhauses die Nachfolge des Teams um Annemarie König antrat. Elisabeth Daehnel bedankte sich im Namen des neuen Vorstands – und galt seit dem als erste Vorsitzende. Unter ihrer Regie wurde der Zusammenschluss zu dem, was weiblichen Idealisten vielerorts abhanden gegangen ist: Eine kraftvolle Gemeinschaft. Nach wie vor steht Elisabeth Daehnel für die Belange der Katholischen Frauengemeinschaft. Dabei legt sie Wert auf einen Kernsatz der kfd: „Wir handeln ökumenisch und lernen von Frauen anderer Religionen.“ Kirche und Gesellschaft unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer leicht. Elisabeth Daehnel ist es gelungen. „Eigentlich gibt es keinen Grund, aus dem Vorstand auszuscheiden. Aber einmal muss man gehen und die Fäden aus der Hand geben. Gut, das wir jüngere Frauen im Ort haben, die weiter machen.“ Elisabeth Daehnel hat versprochen, weiter in der Frauengemeinschaft mitzuarbeiten – nicht mehr an der Spitze, aber weiter zum Wohl von Kirche und Gesellschaft.


…Danke, Elisabeth!
 

Im Mittelpunkt zu stehen ist nicht ihr Ding: 2010 – zum 75jährigen Bestehen der Frauengemeinschaft – erhielt Elisabeth Daehnel eine Ehrenurkunde

 

 

St. Johannes Schützen fahren zum „Anton nach Tirol“

Text & Foto: Friedhelm Tomba

Serkenrode, 02.02.13. Generalversammlungen gelten als Spiegelbild des Vereinslebens. Die 364 Mitglieder des St. Johannes Schützenvereins können guten Gewissens in den Spiegel schauen. Vereinschef Georg Schmitt-Degenhardt bringt es auf den Punkt: „Im Rückblick auf das Schützenfest 2012 können wir sagen, dass es das Beste seit Beginn der Aufzeichnungen war.“ Der Zusammenschluss der Grünröcke besteht seit 1818; logisch, dass bei der Jahreshauptversammlung am Samstag gute Stimmung herrschte. Das, was sich im vergangenen Jahr in Serkenrode abspielte, war eine Mischung aus Schützenfest, Fanmeile, Rockkonzert, Schlagerparty und Südtiroler Lebensfreude. Anton Federer sorgte für eine völkerübergreifende Fete: Der 40jährige Gärtner aus Italien, der in der Bozener Bergwelt zu Hause ist, konnte sich beim Rennen um die Königswürde gegen acht Mitbewerber durchsetzen.

„Anton aus Tirol“ trat  2011 in den Verein ein. Aus dem Besuch bei befreundeten Weihnachtbaumhändlern ging eine königliche Regentschaft hervor. In vier Monaten kommt es zu einem weiteren Novum im Vereinsleben der St. Johannes Schützenbruderschaft: Die traditionelle Vogelweihe, bei dem alljährlich der hölzerne Aar gebührend mit einer Tauffeier auf sein bevorstehendes Ende „vorbereitet“ wird, findet auf italienischen Staatsgebiet statt.

 „Wir werden mit dem neuen Schützenvogel und einer großen Reisegesellschaft nach Südtirol fahren und unser Königspaar in den Bergen besuchen.“ Die Fahrt findet „um den Brückentag Fronleichnam herum“ statt; Informationen und Anmeldungen nehmen die Vorstandsmitglieder entgegen.

Die Führungsetage der Schützen hatte beim Ordnungspunkt „Neuwahlen“ leichtes Spiel: Georg Schmitt-Degenhardt (Vorsitzender), Matthias Schmidt-Holthöfer (Kassierer) sowie Dominik Feldmann und Lothar Koch (beide Beisitzer) wurden einstimmig wiedergewählt. Das diesjährige Hochfest steht ganz im Zeichen eines kleinen Jubiläums: Das 195jährige Bestehen der Schützen beginnt am Samstag, 22 Juni, mit einem Kaiserschießen. Der Abschluss der dreitägigen Feier fällt diesmal passend auf den Namenstag von Johannes. Der Nachfolger von „Anton aus Tirol“ wird somit am Montag, 24. Juni, - dem Patronatsfest der St. Johannes Pfarrgemeinde – in der Schützenhalle proklamiert.

Wiederwahl: Georg Schmitt-Degenhardt, Matthias Schmidt-Holthöfer, Lothar Koch und Dominik Feldmann (von links) bleiben weiter im Amt.

 

 

Ein Chor geht in die Luft

26.01.13, Text: Julia Dünnebacke

Chorfahrt am 25. Mai 2013: Der Chor fliegt von Schüren nach Heggen, besucht die Attahöhle und fährt Schiff auf dem Biggesee.

Projektchor: Hendrik Schörmann, Stefanie Koch und Chor rufen gemeinsam auf am Projektchor 2013 teilzunehmen, der einmalig anlässlich des 200. Pfarrjubiläums in Serkenrode auftritt.

Wahlen: Elke Schmidt-Holthöfer wird als zweite Vorsitzende einstimmig bestätigt. Julia Dünnebacke löst Christian Hilber in der Position des Schriftführers ab.

Wahlen, Chorfahrt, Projektchor und Adventskonzert - auf der Hauptversammlung des gemischten Chores Serkenrode gab es viele spannende Themen, über die gesprochen und abgestimmt wurde.

Eines der beliebtesten Themen des Chores war die Chorfahrt am 25. Mai 2013. Eventmanager der Fahrt ist Richard Bertels. Er hatte die Idee mit dem kompletten Chor von Meschede-Schüren nach Heggen zu fliegen. "Mit dieser Fahrt können wir als Chor die besonderen Vorzüge unserer Heimat einmal zu Wasser, zu Land und zur Luft genießen. Unter tatkräftiger Unterstützung der Luftsportclubs Attendorn-Finnentrop und der Fliegergruppe Meschede-Schüren gelingt uns ein Überlandflug mit 39 Leuten."

Nach einer hoffentlich guten Landung und nach dem Mittagessen im "Himmelreich" - einem Restaurant in Attendorn – gehen die Sängerinnen und Sänger in die Attahöhle, alles getreu dem Motto "Vom Himmel in die Hölle". Die Führung durch die Attahöhle übernimmt dabei „Ersatzdirigent“ Hendrik Schörman. Er kennt sich als ehemaliger, studentischer Gästeführer der Attahöhle bestens mit Stalagmiten und Stalaktiten aus. Nach dem Besuch der Attahöhle fährt der Chor mit dem Biggolino zum Biggedamm, um eine Schifffahrt zu unternehmen. Ausklingen soll der Abend anschließend in der SGV-Hütte am Biggedamm in Attendorn.

Ein weiteres Highlight des Jahres wird der vom Gemischten Chor mit initiierte Projektchor sein. Er soll anlässlich des 200. Pfarrjubiläum in Serkenrode auftreten mit ausgewählten, modernen Liedern. Die Leitung übernehmen die Serkenroder Sopranistin Stefanie Koch und der Ramscheider Bariton Hendrik Schörmann. "Steffi und Hendrik möchten alle Serkenroder und auch gerne Leute aus den Nachbarorten zum Singen motivieren mit diesem einmaligen Projektchor ihre Leidenschaft zum Singen teilen. Natürlich dürfen und sollen auch Chormitglieder am Projekt teilnehmen. Wir haben die Hoffnung, dass sich nach dem Projekt einige zum Weitersingen im Chor entscheiden werden. Je mehr Leute im Chor mitsingen, desto größer der Spaß“, so der erste Vorsitzende des Chores Hubert Schörmann.

Eine weitere Neuerung, die auf der Hauptversammlung beschlossen wurde, betrifft den Termin für das traditionelle Adventssingen. In den vergangenen Jahren fand es stets am ersten Adventssonntag statt. In diesem Jahr soll es erstmalig an dem Samstagabend vor dem ersten Adventssonntag, dem 30.November 2013, sein. „Unser Sonntagstermin kollidierte mit der Orgelplatzvermietung im Gasthof Schmitt-Degenhardt. Solche Überschneidungen will man dorfintern verständlicherweise weitestgehend vermeiden. Deshalb haben wir den Termin vorverlegt auf den Samstag Abend. Wir hoffen, dass wir auch an diesem Termin auf viele Besucher zählen können“, so Schörmann.

Wie zu jeder Hauptversammlung gehören auch beim Gemischten Chor Serkenrode in jedem Jahr Wahlen dazu. Das Ergebnis: Elke Schmidt-Holthöfer wurde als zweite Vorsitzende einstimmig in ihrem Amt bestätigt für die kommenden vier Jahre - genau wie der Beisitzer Hubert Kathol und die Beisitzerin Manuela Wein. Julia Dünnebacke löst nach einstimmiger Wahl Christian Hilber als Schriftführer ab, der sich vier Jahre lang sehr engagiert um Protokolle und einiges mehr kümmerte.

 

 
 

Vater und Sohn bei Ehrungen und Wahlen im Blickpunkt

Text&Foto: Friedhelm Tomba, Januar 2013

Serkenrode. Zwei auf einen Streich: Die Schneiders nahmen auf der Jahreshauptversammlung des Tambourkorps Serkenrode eine wesentliche Rolle. Zunächst stand mit Josef Schneider (52) der Senior der Familie im Blickpunkt der Tagesordnung. Der Flötist hatte sich 2012 an die Spitze von zwei Teilnahmelisten bugsiert. Kaum ein Übungsabend und Auftrittstermin fand ohne ihn statt. Alfons Reuter konnte Josef Schneider als Vorsitzender der Musiker zugleich für einen weiteren „Treuebeweis“ auszeichnen: Für seine 40jährhige Vereinszugehörigkeit gab es Dank und Applaus aus der Versammlung.

Bruno Cremer und Franz Arens traten ebenfalls vor 40 Jahren dem Tambourkorps bei und komplettierten das Ehrungstrio. Nach dem Vater war dann der Sohn am Zug: Martin Schneider (22) wurde zum neuen zweiten Vorsitzenden gewählt. Der junge Mann an der Trommel wurde erstmals in die Führungsriege gewählt und betritt somit echtes Vorstandsneuland.

Die Zusammenkunft der Spielleute wurde auch für erste, wichtige Vorgespräche genutzt: 2014 kann der Verein sein 90jähriges Bestehen feiern. Ein Festkomitee wird Einzelheiten zum Ablauf des Jubiläums erarbeiten.

 

 

Neue Messdiener für die St. Johannes Pfarrgemeinde Serkenrode

Die St. Johannes Pfarrgemeinde Serkenrode konnte am Sonntag, 13. Januar, fünf neue Messdiener in den großen Kreis der Ministrantengruppe aufnehmen.

Vikar Mariusz Maziarka konne Sophie König, Adrian Berkowitz, Lea Schmitt-Degenhardt, Alina Schweitzer und Marie Cremer Plakette und Urkunde aushändigen.

Der feierliche Gottesdienst wurde von Alois Reker (Orgel) und Norbert Libera (Trompete, Schönholthausen) musikalisch mitgestaltet.

Text&Foto: Friedhelm Tomba, Januar 2013

 

Kinder konnten beim Theater herzhaft lachen

Die Laienspielschar Serkenrode hat bereits vor der ersten, offiziellen Aufführung von „Kurzschlüsse – alles Irre“ die Lacher auf ihre Seite gezogen. Bei einer für den Nachwuchs inszenierten Kindervorstellung wurden die lustigen Spielszenen auf Herz und Niere getestet. Das Fazit der munteren Unterhaltung lässt auf eine erfolgreiche Theatersaison schließen. Thorsten Jagusch, Gitta Güthe, Vicky König, Friedhelm Tomba, Udo Metten, Tim Wullenweber, Ferdi Funke, Michaela Schulte, Alexandra Schöpper und Martin Schneider freuen nun auf die „großen Zuschauer.“ Am Freitag, 4. Januar, öffnet sich um 20 Uhr der Vorhang zur Premierenvorstellung.

Foto: Stefan Schmitt-Degenhardt